Die Unternehmensstrafe –The Times They Are A-Changin

08.04.2014 (17:15 - 20:00)

Fritz Thyssen Stiftung, Apostelnkloster 13-15, 50672 Köln // Köln

In Zusammenarbeit mit dem Institut für Strafrecht und Strafprozessrecht an der Universität zu Köln, der Wirtschaftsstrafrechtlichen Vereinigung e.V. (WisteV), der Fritz Thyssen Stiftung sowie dem Amerika Haus e.V. NRW lädt die Student Division der Deutsch-Amerikanischen Juristen-Vereinigung e.V. Sie hiermit ganz herzlich ein zu einer Veranstaltung in Köln zum Thema:

Die Unternehmensstrafe –The Times They Are A-Changin


Termin:   Dienstag, dem 08. April 2014                     
  von 17:15 Uhr bis 20:00 Uhr
Ort: Fritz Thyssen Stiftung
  (ehemaliges Amerika Haus)
  Apostelnkloster 13-15
  50672 Köln

 

In der seit Jahrzehnten andauernden Diskussion um die Strafbarkeit von Unternehmen zeichnet sich eine höchst bemerkenswerte Wende ab: Während die ganz herrschende Meinung in Deutschland die Unternehmensstrafe bislang aus dogmatischen Erwägungen ablehnte, schieben sich seit kurzem kriminalpolitische Argumente in den Vordergrund. Pointiert gesprochen: Dogmatische Argumente werden zusehends weniger als Argumentationsstopper in der Debatte um die Unternehmensstrafe akzeptiert; vielmehr wird pragmatisch über Sinn und Zweck sowie über die Ausgestaltung einer Verbandsstrafe  diskutiert. Während die Entwicklung in Deutschland also eher in Richtung einer Unternehmensstrafe weist, dreht sich die Debatte im „gelobten Land“  der corporate criminal liability, den USA, um deren Einschränkung: Pragmatische Zweckmäßigkeitserwägungen, aber auch deontologisch-prinzipielle Argumente werden zunehmend für eine Einschränkung der Unternehmensstrafe geltend gemacht. Die Gegenüberstellung und Analyse dieser beiden Tendenzen eignet sich sowohl für die Durchdringung des Regelungsproblems „Unternehmensstrafe“ als auch für das Verständnis der ganz unterschiedlichen methodischen Problemzugängen.

(Professor Dr. Michael Kubiciel)

Weitere Informationen zum Programm finden Sie in der Einladung.

Bericht

Prof. Michael Kubiciel
Kölner Papiere zur Kriminalpolitik 2/2014

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